Carlton Reckling, M.D. – iFuse Case Study Experience (Erfahrungen aus Fallstudien mit iFuse)

Carlton Reckling, M.D.

W. Carlton Reckling M.D. ist Vice President of Medical Affairs bei SI-BONE. Dr. Reckling ist ein approbierter orthopädischer Wirbelsäulenchirurg mit über 17 Jahren Erfahrung im Bereich Wirbelsäulenchirurgie und klinische Forschung in Cheyenne, Wyoming, Ft. Collins, Colorado und St. Paul, Minnesota.  Seine Erfahrung umfasst das Verfassen zahlreicher klinischer Orthopädiepublikationen, Präsentationen über breit gefächerte Wirbelsäuleneingriffe und -techniken für die orthopädisch-chirurgische Gesellschaft, aktive lizenzierte Praxen für orthopädische Wirbelsäulenchirurgie in Minnesota, Wyoming, Colorado und Nebraska, aktive Mitgliedschaft in verschiedenen Gesellschaften für orthopädische Wirbelsäulenchirurgie, darunter die North American Spine Society (NASS) und die American Association of Orthopedic Surgery (AAOS), und Beratung in seiner Fachbereichsrolle von Medizintechnikunternehmen. In diesem Video erörtert Dr. Reckling seine persönlichen Erfahrungen mit dem iFuse Implant System.

Das iFuse Implant System® wird für die IS-Gelenkfusion bei Erkrankungen wie IS-Gelenksprengungen und bei degenerativer Sakroiliitis eingesetzt. Wie bei allen chirurgischen Verfahren und dauerhaften Implantaten gibt es auch in Zusammenhang mit der Implantation und Anwendung des iFuse Implantats Risiken und Erwägungen.  Eine vollständige Erläuterung der Kontraindikationen, Warnungen, Vorsichtsmaßnahmen und Risiken können Sie der iFuse Gebrauchsanweisung entnehmen.

„Hallo, mein Name ist Dr. Carlton Reckling und ich bin Vice President of Medical Affairs bei SI Bone.  Ich habe 17 Jahre Erfahrung als orthopädischer Wirbelsäulenchirurg.  Ich habe eine Fellowship im Bereich Wirbelsäule in Nottingham, England, absolviert.  In Nottingham haben wir die Injektionen selbst durchgeführt.  In Notthingham wurde ich besser vertraut mit der Diagnose und Behandlung von Pathologien des Iliosakralgelenks.  Und während meiner Zeit als niedergelassener Arzt in Cheyenne, Wyoming und Ft. Collins, Colorado, führte ich eine recht große Anzahl offener IS-Gelenkfusionen durch.  Ich bin Mitglied der NAAS und der AAOS.  Aktuell bin ich Vice President of Medical Affairs bei SI-Bone.

Ich habe umfassende Erfahrung in der Durchführung des iFuse-Verfahrens.  Über einen Zeitraum von etwas mehr als zwei Jahren, Januar 2010 bis April 2012, führte ich 70 iFuse-Verfahren bei 55 Patienten durch.  Das Alter der Patienten lag im Bereich von 18 bis 80.  Das Verhältnis Frauen zu Männer betrug 2 zu 1.  Es traten zwei Komplikationen auf, die einen erneuten Eingriff erforderlich machten.  Eines der Implantate lag etwas zu medial und berührte das Neuroforamen.  Am nächsten Tag zog ich das Implantat einige Millimeter zurück, und der Patientin ging es gut.

Bei einer anderen Patientin setzte ich das Implantat etwas zu weit distal, wodurch Taubheit und Schmerzen im Bein der Patienten entstanden.  Das Implantat entfernte ich einfach sechs Tage nach dem Eingriff.  Ihr Zustand besserte sich und schließlich ließ sie noch eine Fusion der gegenüberliegenden Seite vornehmen.  Zwei Patienten früh in dieser Serie litten unter postoperativen Hämatomen.  Dies führte wohl dazu, dass ich meine Weichgewebsmanagement und meine chirurgische Technik verbessert habe und diese Probleme traten nicht mehr auf.  In meiner Serie traten keine Infektionen auf.  Tatsächlich treten Infektionen bei dieser Operation äußerst selten auf.
Bei der Beurteilung des Behandlungsergebnisses fragte ich meine Patienten bei ihrem letzten Termin, sechs Monate bis zwei Jahre her, ob sie die Prozedur erneut durchführen lassen würden.  51 von 55 Patienten antworteten mit Ja.  

Das sind 92 %.  Diagnostisch litten die meisten dieser Patienten unter einer degenerativen Sakroiliitis.  Das ist die Zahl oben, 51 der 55 Patienten.  Vier der Patienten litten unter einer IS-Gelenksprengung.  Bei den Patienten mit degenerativer Sakroiliitis waren 30 sekundär zu einer Erkrankung der benachbarten Segmente nach einer zuvor durchgeführten lumbalen Fusion.  16 entstanden als Ergebnis eines Traumas.  Drei in Folge einer Skoliose oder anatomischen Anomalie.  Ein Fall war in Folge von Infektion, bei einem zeigte sich eine signifikante degenerative Veränderung sekundär zu rheumatischer Arthritis.

Bei einigen der Patienten wurde schließlich ein bilateraler Eingriff vorgenommen.  Sie sehen, dass 15 der Patienten während der Nachsorgezeit für eine Fusion der gegenüberliegenden Seite kamen.  Bei 14 dieser 15 Patienten wurde eine Fusion der gegenüberliegenden Seite durchgeführt, im Durchschnitt drei Monate nach der ersten Fusion.  Bei einem Patient wurde dies bereits während dem ersten Eingriff durchgeführt.  Bei zwei Patienten bestand eine vorherige offene Fusion auf kontralateraler Seite.  Und bei insgesamt 15 dieser 17 Patienten wurde zuvor eine lumbale Fusion vorgenommen.  Meiner Ansicht nach unterstützt das die These, dass ein bilaterales Problem wahrscheinlicher ist, wenn ein Problem mit den benachbarten Segmenten vorliegt.  In diesem Fall wurde bei 15 von 17 Patienten zuvor eine lumbale Fusion vorgenommen.
Ich habe hier ein Fallbeispiel, dass ich Ihnen näherbringen möchte.  Jeder Arzt, der mehrere Jahre an einem Ort Wirbelsäulenchirurgie betrieben hat, kennt wahrscheinlich einen ähnlichen Fall.  Die Patientin war 51, als ich sie 1999 das erste Mal sah.  Sie hatte einen Autounfall, bei dem sie auf Fahrerseite gerammt wurde.  Sie beklagte sich über Rückenschmerzen und Schmerzen im rechten Bein.  Sie war neurologisch intakt.  Der Patrick-Test war positiv.  Schon 1999 war meinen Aufzeichnungen zufolge der Patrick-Test bei ihr positiv.

Ich behandelte sie nicht chirurgisch mit Physiotherapie, epiduralen Mitteln, Medikamenten, Chiropraktik.  Ihr Zustand besserte sich nicht.  Das MRT-Bild zeigte Bandscheibenschäden, Bandscheibenvorwölbungen und Einrisse auf den Ebenen 4-5 und 5-1.  Bandscheiben-Provokationstests gaben positive Ergebnisse für eine konkordante Schmerz-Reproduktion auf den Ebenen 4-5 und 5-1.  Sie waren negativ für eine konkordante Schmerz-Reproduktion auf 3-4.  Im Mai 2000 führte ich eine anterior-posteriore Fusion von L4 und dem Sakrum durch, anterior wurde der Femoralring allotransplantiert, posterior wurde ein Stück des Beckenkamms allotransplantiert.  Nach dem lumbalen Eingriff gab sie an, die Rückenschmerzen hätten sich erheblich reduziert, aber sie klagte weiterhin über Schmerzen im rechten Gesäß und rechten posterioren Oberschenkel.  Es wurde eine IS-Injektion durchgeführt, die mäßige Linderung verschaffte.  Schließlich begab sie sich in Schmerzmanagement.

Ich möchte Ihnen diesen MRT-Scan zeigen, der vier Jahre nach dem Eingriff vom Schmerzmanagement-Arzt aufgenommen wurde; hier zeigt sich, dass die Bandscheiben auf L3-L4 gut erhalten sind.  Kein Höhenverlust, gut erhaltende Integrität.  Keine Beeinträchtigung des Kanals.  Sie hatte noch immer Schmerzen im Kreuz, Gesäß und posterioren Oberschenkel, aber die 3-4-Bandscheiben sehen gut aus.  Sie erhielt weiterhin Injektionen an der Kammstelle, dem trochantären Bursa und dem rechten IS-Gelenk.
2008 sah ich sie wieder.  Ich hatte sie seit einigen Jahren nicht mehr gesehen.  Sie fasste mich am Revers und sagte: „Doc, ich kann das nicht aushalten.  Ich habe jetzt Schmerzen auf beiden Seiten, auf der rechten Seite ist es schlimmer.  Schmerzen im Rücken, Gesäß, der Hüfte, der Leistengegend, hinten am Oberschenkel.  Sie müssen mir helfen.“  Also machte ich die Untersuchung noch einmal von vorne, mit Röntgenbildern, CT, MRT, diagnostischer IS-Injektion.  Wir erzielten eine gute temporäre Linderung.  Keine permanente Linderung.  Am Ende wurde eine SIRF durchgeführt, wiederum temporäre Linderung, keine permanente.

Hier sind die Bildgebungsstudien.  Das laterale Röntgenbild zeigt eine gute anteriore Inkorporation der Femoralringe.  Akzeptable Lordose.  Gute Positionierung der Instrumente.  Bandscheibenebene auf L3-L4 ist gut erhalten.  Keine signifikante Facetten-Pathologie.  Kein Anzeichen einer Instabilität.  Auf dem AP-Film, auf dem Bild zur Linken, zeigt sich eine Sklerose auf beiden Seiten des IS-Gelenks.  Das MRT der Lendenwirbelsäule, acht Jahre nach dem Eingriff, zeigt eine gut erhaltene Bandscheibenebene auf L3-4.  Keine zentrale Stenose.  Keine signifikante Facetten-Arthropathie.  Keine laterale Rezessusstenose.  Ihr Problem liegt nicht auf Ebene L3-L4.

Der MRT-Scan zeigt eine erhebliche Veränderung des T2-Bilds.  Mit diesem dunklen Signal im Ilium und Änderungen des iliakalen und sakralen Signals auf rechter Seite.  Dies ist ebenfalls koronal sichtbar.  Der CT-Scan ist noch bemerkenswerter, hier zeigt sich das Vakuumphänomen, das dunkle bilaterale Signal im Gelenk.  Sklerose, Spornbildung, Zystenbildung  Der Pfeil zeigt auf die Detrituszyste.  Die sich möglicherweise auf linker Seite noch erweitert.

Bei dieser Patientin wurde eine bilaterale degenerative Sakroiliitis diagnostiziert, rechtsseitig erheblich symptomatischer als linksseitig.  Ich führte eine offene rechte IS-Gelenkfusion mittels meiner Standardtechnik durch.  Die Patientin war acht Wochen lang unter Teilbelastung und machte gute Fortschritte.  Sie war zufrieden und erlebte eine erhebliche Linderung der rechtsseitigen IS-Schmerzen.

Die Patientin kam eineinhalb Jahre später erneut zu mir und beklagte sich über anwachsende linksseitige IS-Gelenkschmerzen.  Ich diagnostizierte sie mit einer diagnostischen Injektion.  Und bestätigte, dass in der Tat auf der linken Seite eine degenerative Sakroiliitis vorlag.  Daraufhin führte ich eine linksseitige IS-Gelenkfusion mit dem iFuse Implant System durch.  Sie war sehr zufrieden und nach dem Eingriff fragte ich sie, welche Seite sie bevorzugte.  Und sie, mein erster Patient als interne Kontrolle, konnte die Frage beantworten.  Sie gab an, dass sie die iFuse-Seite der offenen Seite bevorzugte.  Ich frage Sie, warum.  Sie sagte, dass die iFuse-Seite sich direkt nach dem Eingriff und dem Aufwachen im Aufwachraum stabil anfühlte.  Auf der offenen IS-Gelenkfusionsseite, sagte sie, fühlte sie sich 2-3 Monate lang unwohl, als würde etwas nicht stimmen.  Auf der iFuse-Seite verbrachte sie drei Wochen unter Teilbelastung und mit Krücken.  Auf der offenen IS-Fusionsseite verbrachte sie acht Wochen mit Krücken.  Zudem klagt sie weiterhin über Unwohlsein über dem rechten posterioren Beckenkamm; dort nahm ich ein Stück vom posterioren Kamm weg und führte die offene Dissektion durch.

Das iFuse System wird für die IS-Gelenkfusion bei Erkrankungen wie IS-Gelenksprengungen und bei degenerativer Sakroiliitis eingesetzt.  Wie bei allen chirurgischen Verfahren und permanenten Implantaten bestehen Risiken und Bedenken im Zusammenhang mit dem Eingriff und der Verwendung des iFuse-Implantats.  Ärzte können vollständige Angaben zu Kontraindikationen, Warn- und Vorsichtshinweisen und Risiken den iFuse-Gebrauchsanleitungen entnehmen.  Patienten sollten diese Risiken zusammen mit ihrem Arzt erörtern, bevor sie eine Entscheidung für oder gegen diese Behandlungsoption treffen.“