Auswirkungen der Implantatinsertion auf die Beweglichkeit des Iliosakralgelenks: Posterior im Vergleich zu transartikulär.

Soriano-Baron H, et al. Spine. 2015 Feb. 19. [Elektronische Veröffentlichung vor Druckveröffentlichung]

STRUKTURIERTE KURZFASSUNG: 

Studienaufbau: Eine humane, biomechanische Leichenstudie von zwei Implantatplatzierungstechniken im Rahmen von Iliosakralgelenksfusionen.

Zielsetzung: Auswertung und Vergleich der biomechanischen Eigenschaften von zwei Implantatplatzierungstechniken für die Iliosakralgelenksfusion.

Zusammenfassung der Hintergrunddaten: Die minimalinvasive Platzierung von Implantaten zur Iliosakralgelenksfusion ist eine potenzielle Behandlung von IS-Gelenksprengungen und degenerativer Sakroiliitis. Biomechanische Studien der Schraubenfixierung innerhalb des Kreuzbeins konnten zeigen, dass die Platzierung und der Entwicklungsverlauf für die Gesamtstabilität des Implantats von großer Bedeutung sind. Obwohl die klinischen Ergebnisse vielversprechend waren, besteht die Möglichkeit, dass es eine bessere Anordnung der Implantate gibt.Methoden. In sieben lumbopelvinen Leichenpräparaten (L4–Pelvis) wurden die Iliosakralgelenke unter Verwendung eines Modells mit einem Standbein untersucht. Alle Gelenke wurden intakt mit abgetrennter Schambeinfuge getestet und behandelt (drei Implantate zur Fusion des Iliosakralgelenks). Die Implantate wurden lateral entweder unter Verwendung der posterioren oder der transartikulären Platzierungstechnik eingesetzt. Bei der posterioren Technik werden die Implantate in einer Linie in der Eingangsansicht, parallel zur Ausgangsansicht und parallel zum Kreuzbein in lateraler Ansicht platziert. Bei der transartikulären Technik werden alle Implantate über dem artikulären Bereich des Iliosakralgelenks platziert. Für alle untersuchten Bedingungen wurde der Bewegungsradius für Flexion-Extension, laterale Beugung und axiale Rotation getestet.

Ergebnisse: Die posteriore Technik verringerte den Bewegungsradius für Flexion-Extension, laterale Beugung und axiale Rotation signifikant um jeweils 27 % ± 24 % (p = 0,024), 28 % ± 26 % (p =0,028) und 32 % ± 21 % (p = 0,008). Die transartikuläre Technik verringerte den Bewegungsradius für Flexion-Extension, laterale Beugung und axiale Rotation signifikant um jeweils by 41 % ± 31 % (p = 0,013), 36 % ± 38 % (p =0,049) und 36 % ± 28 % (p = 0,015). Zwischen der posterioren und der transartikulären Platzierungstechnik konnten keine signifikanten Unterschiede festgestellt werden (p > 0,25).

Schlussfolgerungen: Posteriore und der transartikuläre Platzierungen von Implantaten für die Iliosakralgelenksfusion stabilisieren das Iliosakralgelenk für Flexion-Extension, laterale Beugung und axiale Rotation.