Cost-effectiveness of minimally invasive sacroiliac joint fusion (Kosteneffektivität der minimalinvasiven Fusion des Iliosakralgelenks)

Cher DJ, et al. Cost-effectiveness of Minimally Invasive Sacroiliac Joint Fusion. Clinicoecon Outcomes Res. 2016:8:1-14.

Hintergrund: Erkrankungen des Iliosakralgelenks (IS-Gelenks) treten häufig bei Patienten mit Schmerzen im unteren Rückenbereich auf. Minimalinvasive chirurgische Optionen haben sich als wirksam in der Behandlung einer chronischen Dysfunktion des Iliosakralgelenks erwiesen.

Zielsetzung: Bestimmung der Kosteneffektivität der minimalinvasiven Fusion des IS-Gelenks.

Methoden: Für ein Markov-Modell zur Ermittlung der Kosten-Nutzen-Relation wurden Daten aus zwei prospektiven, multizentrischen, klinischen Studien verwendet, um die kumulative fünfjährige gesundheitliche Qualität und die Kosten nach einer minimalinvasiven Fusion des ISG unter Verwendung von dreieckigen Titanimplantaten oder unter Anwendung einer nicht chirurgischen Behandlung zu bewerten. Die Analyse wurde von Dritten ausgeführt. Das Modell wies eine Variation bei der Ressourcenauslastung auf, die in der randomisierten Studie beobachtet wurde. Es wurden mehrere einfache und probabilistische Sensitivitätsanalysen durchgeführt.

Ergebnisse: Die Fusion des Iliosakralgelenks war mit einem Anstieg der qualitätsadjustierten Lebensjahre (QALYs, Quality-Adjusted Life Years) um 0,74 bei einem Kostenvolumen von 13.313 US-Dollar pro zusätzlichem QALY assoziiert. In mehreren einfachen Sensitivitätsanalysen wiesen alle Szenarien eine inkrementelle Kosten-Effektivitäts-Relation (ICER, Incremental Cost-Effectiveness Ratio) von <26.000 US-Dollar/QALY auf. Probabilistische Analysen ergaben mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass die maximale ICER für die Fusion von Iliosakralgelenks geringer als die allgemein ausgewählten Schwellenwerte für die Akzeptanz ist (durchschnittliche ICER = 13.687 US-Dollar; 95%-Konfidenzintervall 5.162 bis 28.085 US-Dollar). Die Fusion des IS-Gelenks führte im Vergleich zu einer nicht chirurgischen Behandlung und nach einer Behandlungsdauer von mehr als 13 Jahren zu einer potenziellen Kosteneinsparung pro zusätzlichem QALY.

Schlussfolgerung: Im Vergleich zu den herkömmlichen, nicht chirurgischen Behandlungen handelt es sich bei der Fusion des ISG um eine kostenwirksame und langfristig kosteneinsparende Strategie zur Behandlung einer Dysfunktion des Iliosakralgelenks aufgrund einer degenerativen Sakroiliitis oder einer ISG-Sprengung.

Schlagwörter: Kosteneffektivitätsanalyse, degenerative Sakroiliitis, minimalinvasive Chirurgie, Iliosakralgelenksarthrodese, Iliosakralgelenksprengung, Dysfunktion des Illiosakralgelenks, Wirbelsäulenchirurgie

Über die Autoren:

Daniel J Cher1
Melissa A Frasco2
Renée JG Arnold2,3
David W Polly4,5

1 Clinical Affairs, SI-BONE, Inc., San Jose, CA, USA
2 Division of Health Economics and Outcomes Research, Quorum Consulting, Inc., San Francisco, CA, USA
3 Department of Preventive Medicine, Icahn School of Medicine at Mount Sinai, New York, NY, USA
4 Department of Orthopaedic Surgery, University of Minnesota, Minneapolis, MN, USA
5 Department of Neurosurgery, University of Minnesota, Minneapolis, MN, USA

Einige der Autoren und Studienteilnehmer sind oder waren möglicherweise Mitarbeiter, bezahlte Berater, Investoren, Forscher im Rahmen von klinischen Studien oder Empfänger von Forschungsgeldern von SI-BONE. Diese Forschungsarbeit wurde von SI-BONE unterstützt. Dr. Polly ist Prüfarzt einer klinischen, von SI-BONE finanzierten Forschungsstudie. Er verfügt über keine finanzielle Beteiligung an SI-BONE.