Ergebnisse ein Jahr nach der minimalinvasiven Fusion des Iliosakralgelenks mit einer Reihe von dreieckigen Implantaten: eine multizentrische Analyse auf Patientenebene

Sachs D*, et al. Medical Devices: Evidence and Research. 2014;7:299-304.

Kurzfassung

Hintergrund: ISG-Schmerzen bleiben als Ursache für Schmerzen im unteren Rückenbereich häufig unberücksichtigt. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass radiologische Untersuchungen keine spezifischen Befunde liefern und kein Symptomprofil wie bei anderen ähnlichen Erkrankungen besteht. Die Ergebnisse, die mit einem minimalinvasiven Eingriff zur Fusion des IS-Gelenks unter Verwendung von mehreren Dreiecksimplantaten mit einer Beschichtung aus Titan-Plasma-Spray erzielt werden konnten, wenn konservative Methoden zur Behandlung von ISG-Schmerzen keinen Erfolg zeigten, sind positiv. Das Ziel dieser Studie war eine multizentrische Bewertung des minimalinvasiven Fusionseingriffs auf der Basis einer Patientendatenanalyse.

Patienten und Methoden: Es wurde eine Analyse der Daten von 144 Patienten mit einem durchschnittlichen Nachbeobachtungszeitraum von 16 Monaten vorgenommen. Dabei wurde eine prospektive Erhebung von demografischen Daten, perioperativen Messwerten, Informationen zu Komplikationen und klinischen Ergebnissen anhand der Visuellen Analogskala zur Beurteilung von Schmerzen durchgeführt. Zur Berücksichtigung einer Variabilität zwischen den Standorten wurde ein Regressionsmodell mit zufälligen Effekten angewandt.

Ergebnisse: Das Durchschnittsalter der Patienten lag bei 58 Jahren, 71 % der Studienteilnehmer waren weiblich und 62 % hatten sich zuvor einer Fusion der Lendenwirbelsäule unterzogen. Die durchschnittliche (95%-Konfidenzintervall [KI]) Eingriffsdauer lag bei 73 Minuten (25,4–118), der Blutverlust war gering und die durchschnittliche Krankenhausaufenthaltsdauer belief sich auf 0,8 Tage (0,1–1,5). Während des Nachbeobachtungszeitraums verbesserte sich der durchschnittliche (95%-KI) VAS-Wert um 6,1 Punkte (5,7–6,6). Einen erheblichen klinischen Nutzen, der als Senkung des VAS-Wertes um > 2,5 Punkte oder als VAS-Wert von 3,5 Punkten oder weniger festgelegt wurde, erzielten 91,9 % der Patienten (95%-KI 83,9 %–96,1 %). 96 % der Patienten (95%-KI 86,3 %–98,8 %) gaben an, dass sie den Eingriff erneut durchführen lassen würden.

Schlussfolgerung: Wenn mithilfe von konservativen Behandlungsmethoden keine Linderung der Symptome einer degenerativen Sakroiliitis/IS-Gelenksprengung erzielt werden kann, stellt ein minimalinvasiver ISG-Fusionseingriff unter Verwendung von mehreren Dreiecksimplantaten mit einer porösen Titan-Plasma-Spray-Beschichtung eine sichere und wirksame Behandlungsmöglichkeit dar.

Schlagwörter: minimalinvasiver Eingriff, Iliosakralgelenk, Fusion des IS-Gelenks, Arthrodese, vorheriger Eingriff an der Wirbelsäule

Liste der Autoren:

Donald Sachs* - Center for Spinal Stenosis and Neurologic Care, Lakeland, FL,
Robyn Capobianco - SI-BONE, Inc., San Jose, CA,
Daniel Cher - SI-BONE, Inc., San Jose, CA,
Timothy Holt* - Montgomery Spine Center, Montgomery, AL,
Mukund Gundanna* - Brazos Spine, College Station, TX,
Timothy Graven* -SSM Orthopedics, Wentzville, MO,
A. Nick Shamie** – UCLA Spine Center, Santa Monica, CA,
John Cummings Jr* -Community Neurosurgical

* Bezahlter Berater und führt klinische Forschung für SI-BONE, Inc., durch.
** Bezahlter Berater und Anteilseigner von SI-BONE, Inc.