Sacroiliac joint pain after lumbar fusion: A study with anesthetic blocks (Iliosakralgelenkschmerzen nach lumbaler Fusion: Eine Studie mit anästhetischen Blockierungen)

Maigne JY, Planchon CA. European Spine Journal. 2005;14:654-658.

Kurzfassung 

Anhaltende Kreuzschmerzen oder solche, die nach einer technisch erfolgreichen lumbalen Fusion entstehen, stellen für Kliniker eine Herausforderung dar. In diesem Zusammenhang könnte das iliosakrale Gelenk zwar die mögliche Schmerzquelle sein, doch es ist nicht bekannt, wie häufig dies zutrifft. Wir haben iliosakrale anästhetische Blockierungen verwendet – den goldenen Diagnosestandard – um diese Häufigkeit zu bestimmen. Unser zweites Ziel war es, Prognosefaktoren für eine positive Blockierung zu finden. Unsere prospektive Serie bestand aus 40 Patienten mit anhaltenden tiefen Rückenschmerzen nach einer technisch einwandfreien Fusion, die unter Röntgenkontrolle eine iliosakrale Blockierung erhielten. Das diagnostische Kriterium war eine Schmerzlinderung von mehr als 75 Prozent auf einer visuellen Analogskala. Für positive Blockierungen konnten wir eine Rate von 35 Prozent verzeichnen. Das einzige Kriterium, das diese Patienten charakterisierte, war ein postoperativer Schmerz, der sich in seiner Verteilung vom präoperativen Schmerz unterschied (p=0,017). Ein freier Intervall von mehr als drei Monaten zwischen der Operation und dem Auftreten des Schmerzes hat einen indikativen Wert (p=0,17). Eine erhöhte Aufnahme in der iliosakralen Knochenszintigrafie oder in der Vergangenheit gewonnene Knochentransplantate des hinteren Darmbeins haben keinen aussagekräftigen Wert (jeweils p=0,74 und p=1,0). Das iliosakrale Gelenk ist nach lumbaler Fusion eine mögliche Schmerzquelle. Die anästhetische Blockierung unter Röntgenkontrolle bleibt weiterhin der goldene Standard.

Schlagwörter

Fusion, Blockierung des iliosakralen Gelenks, Knochenszintigrafie, Schmerzen an der Entnahmestelle