Klinische und röntgenologische Ergebnisse fünf Jahre nach der minimalinvasiven Fusion des Iliosakralgelenks mit dreieckigen Implantaten

Rudolf L*. The Open Orthopaedics Journal. 2014;8:375-383.

Kurzfassung:

Ziel: Frühere Berichte zu minimalinvasiven ISG-Fusionseingriffen bei Schmerzen im unteren Rückenbereich, im Gesäß oder bei ISG-Schmerzen, die auf Erkrankungen des IS-Gelenks zurückzuführen sind, ergaben positive kurz- und mittelfristige Ergebnisse. In dieser Studie werden die klinischen und radiografischen 5-Jahres-Ergebnisse nach einer minimalinvasiven Fusion des IS-Gelenks unter Verwendung von mehreren Dreiecksimplantaten mit einer porösen Beschichtung aus Titan-Plasma-Spray (TPS) vorgestellt.

Methoden: Evaluiert wurden die Daten von konsekutiven Patienten, die sich zwischen Oktober 2007 und März 2009 einer minimalinvasiven Fusion des IS-Gelenks unterzogen haben, um eine degenerative Sakroiliitis und/oder eine IS-Gelenksprengung behandeln zu lassen. Es wurden die VAS-Werte und Oswestry-Disability-Indexwerte (ODI-Werte) ermittelt und eine spezifisch auf das IS-Gelenk bezogene Umfrage durchgeführt. Zur Beurteilung der Implantate wurden Röntgen- und CT-Untersuchungen durchgeführt.

Ergebnisse: Von den 21 behandelten Patienten nahmen 17 an der Studie teil. Das Durchschnittsalter der Patienten lag bei 58 Jahren (Alter zwischen 36 und 85). 77 % der Studienteilnehmer waren weiblich und 47 % hatten sich zuvor einer Fusion der Lendenwirbelsäule unterzogen. Der VAS-Wert sank von 8,3 bei Baseline auf 2,4 nach 5 Jahren; 88 % der Patienten erzielten einen erheblichen klinischen Nutzen. Der durchschnittliche ODI-Wert lag nach 5 Jahren bei 21,5 (SA von 22,7). Die nach 12 Monaten erreichte Patientenzufriedenheit blieb 5 Jahre lang gleichbleibend (82 %). Eine qualitative Überprüfung der Röntgen- und CT-Aufnahmen zeigte in der unmittelbaren Umgebung aller Implantate eine erhöhte Knochendichte, intraartikuläre Knochenbrücken bei 87 % der Patienten und keine Anzeichen einer Ablösung oder Migration der Implantate.

Schlussfolgerung: Die langfristigen klinischen und radiografischen Ergebnisse nach einer minimalinvasiven Fusion des IS-Gelenks sind positiv. Die klinischen Verbesserungen, die 12 Monate nach dem Eingriff beobachtet werden konnten, waren auch nach 5 Jahren zu ermitteln. Es traten keine langfristigen Komplikationen auf und es kam zu keiner Ablösung oder Migration der Implantate. Patienten, bei denen sich keine Verbesserungen einstellten, litten unter mehreren schweren degenerativen Begleiterkrankungen der Lendenwirbelsäule, des Beckens und/oder der Hüfte.

* Bezahlter Berater, Anteilbesitzer, führt klinische Forschung für SI-BONE Inc. durch.