Minimalinvasive Fusion des Iliosakralgelenks: Ergebnisse von 40 Patienten nach einem Jahr

Sachs D*, Capobianco R**. Advances in Orthopedics. 2013;2013:536128.

Kurzfassung

Hintergrund. Das Stellen der Diagnose ISG-Schmerzen ist aufgrund sich überlappender Symptome der Lendenwirbelsäule und, bis vor kurzem, begrenzter Behandlungsmöglichkeiten schwierig. Zweck dieser retrospektiven Studie ist es, über die Sicherheit und Wirksamkeit der MIS-ISG-Arthrodese mittels mehrerer dreieckiger, poröser plasmabeschichteter Implantate bei gegenüber einer konservativen Versorgung refraktären Patienten zu berichten. 

Methoden: Wir berichten über die ersten 40 Patienten mit Nachsorgedaten aus einem einjährigen Zeitraum, die sich nacheinander einer MIS ISG-Fusion mit dem iFuse Implant System (SI-Bone, Inc., San Jose, CA) durch einen einzigen Chirurgen unterzogen. Die Patientenakten wurden auf demografische Daten, perioperative Messgrößen, Komplikationen, Schmerzscores und Zufriedenheit untersucht.

Ergebnisse: Das Durchschnittsalter lag bei 58 Jahren (Spanne 30 – 81) und 75 % der Patienten waren weiblich. Die postoperativen Komplikationen waren minimal. Dazu zählten vorübergehende trochantäre Bursitis (5 %), Facettengelenkschmerzen (20 %) und neu auftretende Kreuzschmerzen (2,5 %). Im ersten Jahr wurden keine Nachoperationen durchgeführt. Der mittlere Schmerzscore verbesserte sich von 8,7 (1,5 SD) als Grundwert auf 0,9 (1,6) nach 12 Monaten, eine Verbesserung um 7,8 Punkte (P < 0,001). Die Patientenzufriedenheit war sehr hoch.

– Grafische Darstellung der Daten aus dem Artikel –

Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse dieser Fallserie zeigen, dass es sich bei der MIS ISG-Fusion mittels iFuse Implantatsystem in sorgfältig ausgewählten Patienten um eine sichere und wirksame Behandlungsoption handelt.

* Bezahlter Berater, führt klinische Forschung für SI-BONE Inc. durch
** Mitarbeiter von SI-BONE, Inc.