Open versus minimally invasive sacroiliac joint fusion: a multi-center comparison (Offene und minimalinvasive Fusion des Iliosakralgelenks: ein multizentrischer Vergleich)

Arnold Graham Smith* et al. Annals of Surgical Innovation and Research 2013, 7:14.

Kurzfassung

Hintergrund: Schmerzen im Iliosakralgelenk (ISG) sind eine unterdiagnostizierte Quelle für Kreuzschmerzen, was teilweise auf einen Mangel an sichtbarerPathologie auf Röntgenaufnahmen und Symptome, die andere Rückenerkrankungen vortäuschen, zurückzuführen ist. Die offene ISG-Fusion wirdseit den 1920er Jahren durchgeführt. Diese Technik ist seit der Einführung minimalinvasiverOptionen nicht mehr so beliebt. Bis heute hat es keinen direkten Vergleich zwischen der offenen und der MIS-ISG-Fusion gegeben.

Methoden: Wir führten eine multizentrische, retrospektive komparative Kohortenstudie an Patienten durch, die sich einer ISG-Fusion unterzogen hatten, entweder im offenen chirurgischen Verfahren (OS) unter Verwendung einer Kombination aus Schrauben und Cages oder in einem minimalinvasiven chirurgischen (MIS) Verfahren mit mehreren Titanplasma-spritzbeschichteten (TPS) dreieckigen Implantaten. Operative Messgrößen wie chirurgische Operationsdauer, Verweildauer und geschätzter Blutverlust (EBL) wurden zusammen mit demografischen Daten und Daten zur Krankheitsgeschichte, chirurgischen Komplikationen und 12- sowie 24-Monats-Schmerzscores erfasst. Verbesserungen der Schmerzsituation wurden nach dem alters- und geschlechtsspezifischen Abgleich und nach einer Überprüfung auf zuvor erfolgte Lendenwirbelsäulenfusion mittels Varianzanalyse mit Messwiederholungen verglichen.

Ergebnisse: Daten ließen sich bei 263 Patienten erheben, die von sieben Chirurgen behandelt wurden; 149 Patienten wurden mit OS und 114 mit MIS-ISG-Fusion behandelt. Verglichen mit den OS-Patienten waren die MIS-Patienten im Schnitt zehn Jahre älter (Durchschnittsalter 57 vs. 46) und 69 % aller Patienten waren Frauen. Bei den MIS-Patienten waren die operativen Messungen für EBL, Operationsdauer und Verweildauer signifikant niedriger als bei Patienten mit offenem Eingriff (p < 0,001). Die Schmerzlinderung, gemessen als Veränderung zwischen dem Grundwert und dem 12-Monatswert anhand der VAS-Schmerzskala, war bei MIS 3,5 Punkte niedriger als bei der OS-Gruppe (−6,2 vs. -2,7 Punkte, p < 0,001). Bei einem Ableich nach Alter, Geschlecht und zuvor erfolgter Lendenwirbelsäulenfusion lagen die postoperativen Schmerzscores in der MIS-Gruppe um durchschnittlich 3,0 Punkte (95 % CI 2,1 – 4,0) unter dem Wert der OS-Gruppe (rANOVA p < 0,001).

– Grafische Darstellung der Daten aus dem Artikel –

Schlussfolgerungen: In dieser multizentrischen Vergleichsstudie zeigten Patienten, die sich entweder einer OS- oder einer MIS-ISG-Fusion unterzogen hatten, postoperative Verbesserungen ihrer Schmerzscores. Verglichen mit den OS-Patienten erfuhren Patienten, die sich einer MIS-ISG-Fusion unterzogen hatten, eine signifikant größere Schmerzlinderung und verzeichneten günstigere perioperative chirurgische Messungen.

Schlagwörter: Minimalinvasive Chirurgie, Iliosakralgelenk, Arthrodese, Offene Operation

Vollständige Liste der Autoren: 

  • Arnold Graham Smith ist bezahlter Berater für SI-BONE Inc.
  • Robyn Capobianco ist Mitarbeiterin von SI-BONE, Inc.
  • Daniel Cher ist Mitarbeiter von SI-BONE, Inc.
  • Leonard Rudolf ist bezahlter Berater, Anteilseigner, Empfänger eines Forschungsstipendiums von SI-BONE und führt klinische Forschung für SI-BONE Inc. durch
  • Donald Sachs ist bezahlter Berater und führt klinische Forschung für SI-BONE Inc. durch
  • Mukund Gundanna ist bezahlter Berater und führt klinische Forschung für SI-BONE Inc. durch
  • A Nick Shamie ist bezahlter Berater und Anteilseigner von SI-BONE Inc.
  • Jeffrey Kleiner
  • Milan G Mody
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