Percutaneous Arthrodesis of Sacro-iliac Joint: a Pilot Study. (Perkutane Arthrodese des Iliosakralgelenks: eine Pilotstudie.)

Gaetani P, et al. Journal of Neurosurgical Sciences. 2013;57:297–301.

Kurzfassung

Ziel: Bei 15–30 % der Patienten, die unter Schmerzen im unteren Rückenbereich leiden, sind die Beschwerden u. a. auf das IS-Gelenk zurückzuführen. Die Diagnose einer Beteiligung des IS-Gelenks bei Schmerzen im unteren Rückenbereich gestaltet sich schwierig und erfordert den kombinierten Einsatz von klinischen Techniken und Injektionstests. Bei 5 % der Patienten mit ISG-Schmerzen ist das Gelenk instabil (sog. Sprengung). Medizinische und konservative Therapiemöglichkeiten sind daher unwirksam. In dieser Studie werden die Ergebnisse dargestellt, die bei der Behandlung der ersten 12 Fälle einer IS-Gelenksprengung mittels eines minimalinvasiven Iliosakralgelenkarthrodese-Systems erzielt werden konnten. Im Rahmen dieser Behandlung sollte die Sicherheit und Wirksamkeit des Systems beurteilt werden.

Methoden: Es wurden Krankenblätter in einem Studienzentrum auf folgende Aspekte hin überprüft: Demographie, perioperative Kriterien, Ergebnisse aus Patientenbefragungen bezüglich der Schmerzen, Funktionalität und Lebensqualität (NRS, ODI und RDQ), Bewertung des Eingriffs als zufriedenstellend (ja/nein) und Ergebnisse der postoperativen CT-Aufnahmen.

Ergebnisse: Das Durchschnittsalter der Patientinnen lag bei 53 Jahren (Alter zwischen 36 und 71). Die Ergebnisse der Patientenbefragungen bei den Nachuntersuchungen (in einem Zeitraum von 8 bis 18 Monaten) wiesen in klinischer und statistischer Hinsicht eine Verbesserung auf. Diese Verbesserung basiert auf einem durchschnittlichen NRS-Wert von 4 in Bezug auf die Schmerzreduktion, auf einem durchschnittlichen ODI-Wert von 19,4 in Bezug auf die Funktionalität sowie auf einem durchschnittlichen RDQ-Wert von 13,6 in Bezug auf die Lebensqualität (Gesamt-P-Wert = 0,01). Lokale Hämatome, die eine Drainage erforderten, traten bei 2 Patientinnen auf. Die Patientenzufriedenheit lag bei 100 %. Alle CT-Untersuchungen, die mit einem zeitlichen Abstand von 3 Monaten durchgeführt wurden, ergaben, dass die ursprüngliche Fusion stabil ist.

Schlussfolgerung: Die Ergebnisse dieser Studie bestätigen, dass eine minimalinvasive Fusion des IS-Gelenks mithilfe des iFuse Implant Systems eine sichere und wirksame Methode zur Behandlung einer Iliosakralgelenksprengung ist.

Interessenskonflikte: Die Autoren erklären auf eigene Verantwortung, dass keine geschäftlichen Beziehungen bestehen, die einen Interessenskonflikt in Verbindung mit dem dargelegten Manuskript darstellen könnten.
 

* Führt klinische Forschung für SI-BONE Inc. durch.