Diagnosestellung bei ISG-Schmerzen | SI-BONE (DE)

Bestimmung der Symptomquelle

Die wichtigsten Informationen für Ihren Arzt sind die exakte Bestimmung der Schmerzstelle sowie der Funktionalitätsgrad. Notieren Sie sich am besten, wann die Schmerzen auftreten und wie stark diese u. a. im unteren Rückenbereich, im Gesäß und in den Beinen sind.

Informieren Sie Ihren Arzt außerdem über frühere Verletzungen, die sich möglicherweise direkt auf das Becken ausgewirkt haben könnten, einen asymmetrischen Gang zur Folge hatten oder in Verbindung mit dem Funktionalitätsgrad stehen könnten.

Ihr Arzt wird daraufhin alle von Ihnen zur Verfügung gestellten Informationen, darunter frühere Verletzungen, Schmerzstellen und Probleme beim Sitzen, Stehen oder Schlafen, in die Diagnosestellung einbeziehen. Mithilfe zahlreicher diagnostischer Tests kann dann festgestellt werden, ob die Symptome auf das Iliosakralgelenk zurückzuführen sind.

Durchführung einer ISG-Untersuchung1-3

  • Ärztliche Untersuchung
  • Differenzialdiagnose, um andere Schmerzquellen auszuschließen
  • Diagnostische Bildgebung (Röntgen, CT, MRT)
  • Provokationstests
  • Diagnostische ISG-Injektion

Durchführung von Provokationstests2

Ihr Arzt kann eine Reihe von unterschiedlichen Provokationstests durchführen, bei denen er Ihre Gelenke bewegt oder die Empfindlichkeit des ISG prüft. Alle der folgenden Tests tragen zu einer besseren Diagnose bei.

Provokationstests bei ISG-Schmerzen

Diagnostische Bildgebung

Auch eine Röntgenaufnahme, ein CT- oder eine MRT-Untersuchung können zu einer besseren Diagnose beitragen. Die Symptome sind möglicherweise nicht nur auf ISG-Probleme, sondern auch auf weitere Beschwerden (Bandscheiben- oder Hüfterkrankungen) zurückzuführen, weshalb Ihr Arzt alle Faktoren, die die Symptome verursachen können, untersuchen muss.

Diagnostische ISG-Injektionen3

Die am häufigsten eingesetzte Methode zur genauen Bestimmung der Ursache von ISG-Schmerzen ist die Injektion von Schmerzmedikamenten in das ISG.

Um sicherzustellen, dass die Nadel in das Iliosakralgelenk eingeführt wird, nimmt der Arzt die Injektion mittels Röntgen oder CT vor. Wenn die Schmerzen nach der Injektion erheblich nachlassen, kann man davon ausgehen, dass das ISG die Schmerzquelle ist oder dass es in großem Maße zur Schmerzentwicklung im unteren Rückenbereich beiträgt. Lassen die Schmerzen nach der Injektion nicht nach, ist es unwahrscheinlich, dass das Iliosakralgelenk die Hauptursache für die Schmerzen ist.

  1. Simopoulos TT, Manchikanti L, Singh V, Gupta S, Hameed H, Diwan S, Cohen SP. A systematic evaluation of prevalence and diagnostic accuracy of sacroiliac joint interventions. Pain Physician. 2012;15(3):E305-44.

  2. Szadek, Karolina M, et al. „Diagnostic Validity of Criteria for Sacroiliac Joint Pain: a Systematic Review“(Diagnostische Validität der Kriterien der Iliosakralgelenkschmerzen: eine systematische Auswertung). The Journal of Pain: Official Journal of the American Pain Society 10, Nr. 4 (April 2009): 354-368.

  3. Dreyfuss, Paul et al. „Sacroiliac Joint Pain.“ J Am Acad Orthop Surg 2004;12:255–265.

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