SI-BONE DE | Patientenfragen zu iFuse
Für Patienten

Was Patienten über iFuse wissen wollen

Patienten haben Fragen zu iFuse. Die häufigsten haben wir hier für Sie zusammengetragen. Falls Sie hier jedoch trotzdem nicht die passende Antwort finden, lesen Sie bitte in den F&A zum Iliosakralgelenk nach oder sprechen Sie mit Ihrem Arzt.


F&A

Fragen zur iFuse-Behandlung

Wie unterscheidet sich der minimalinvasive iFuse Eingriff (MIS) beim Iliosakralgelenk von einer herkömmlichen Versteifungs-OP (Fusion) am Iliosakralgelenk?

Die herkömmliche Fusion des Iliosakralgelenks ist eine offene Operation, die bis zu mehreren Stunden dauern kann. Bei einer offenen Operation erfolgt der Zugang zum Gelenk über einen chirurgischen Schnitt, Knorpelmaterial wird aus dem Gelenk entfernt und es wird mittels Knochentransplantaten und Schrauben versteift. Ein derartiger Eingriff erfordert einen mehrtägigen Aufenthalt im Krankenhaus.

Der iFuse Eingriff ist hingegen eine minimalinvasive chirurgische Option. Das bedeutet, der chirurgische Schnitt ist kleiner, die Operationszeit kürzer (ca. eine Stunde) und der Heilungsprozess erfolgt möglicherweise rascher. Beim iFuse Eingriff ist meist nicht einmal eine stationäre Aufnahme im Krankenhaus erforderlich.

Wie entscheidet mein Arzt, ob ich ein guter Kandidat für ein iFuse Implant System bin?

Wenn bei Ihnen eine ISG-Dysfunktion diagnostiziert wurde und geeignete nicht-chirurgische Therapien versagt haben, wird Ihr Chirurg möglicherweise die minimalinvasive ISG-Fusion mit dem iFuse Implant System mit Ihnen besprechen. Eine korrekte Diagnosestellung und eine Reihe nicht-chirurgischer Vorbehandlungen, die die Schmerzen nicht lindern konnten, helfen bei der Entscheidung, ob dieser Eingriff passend für Sie ist.

Kommt iFuse für mich infrage, wenn ich bereits eine oder mehrere Operationen an der Wirbelsäule hatte?

iFuse ist auch für Patienten mit vorherigen Wirbelsäulenoperationen und mit Wirbelsäulenimplantaten geeignet. Ihr Arzt wird beurteilen, ob Ihr Gesundheitszustand, einschließlich etwaiger Auswirkungen früherer Operationen, eine minimalinvasive ISG-Fusion zulassen.

Wie sieht der Ablauf eines operativen iFuse Eingriffs aus?

Der iFuse Eingriff erfolgt minimalinvasiv. Das bedeutet, am Gesäß wird seitlich ein kleiner Schnitt von ca. 2–5 cm gesetzt. Sie befinden sich in der Bauchlage, während der Chirurg den Knochen vorbereitet und die dreieckigen Implantate einsetzt. In der Regel sind es drei Stück, die unter Röntgenkontrolle punktgenau platziert werden.

Die OP-Technik, die Implantate und die unterstützenden Instrumentarien werden so gewählt, dass das Risiko einer Schädigung der umliegenden Weichgewebe im Verlauf des operativen Eingriffs minimiert wird.

Das können Sie generell von Ihrer ISG-Behandlung erwarten und das können Sie von einem minimalinvasiven iFuse-Eingriff erwarten.

F&A

Fragen zum iFuse Implantat

Woraus sind die iFuse Implantate gefertigt und wie funktionieren sie?

Die iFuse Implantate sind kleine Titanstäbe von der Größe eines kleinen Fingers. Titan ist ein sehr robustes, aber leichtes Material, das in der Medizintechnik häufig für Implantate verwendet wird. Das dreieckige Profil der iFuse Implantate sorgt dafür, dass sie sich nach dem Einsetzen nicht drehen können. Die raue, poröse Oberfläche ermöglicht ein Fixieren am umliegenden Knochen. Der Stabilisierungseffekt der Implantate tritt sofort nach dem Eingriff ein.

Ist eine Entfernung bzw. Revision des iFuse Implantats möglich?

Ja, für den unwahrscheinlichen Fall, dass das Implantat entfernt oder ausgewechselt werden muss, gibt es speziell dafür entwickelte Instrumente. Die Entscheidung, ein Implantat zu entfernen, obliegt dem Urteilsvermögen des behandelnden Arztes.

Denken Sie, dass Sie eine Metallallergie haben könnten?

Die gute Nachricht: iFuse ist aus Titan gefertigt, einem Metall, das seit langem für Weichgewebe und Knochen beim Menschen erfolgreich angewendet wird.

Näheres zur Zusammensetzung von iFuse

Es gibt zwei Arten von Tests:

  1. MELISA, ein Test zum Nachweis einer Kontaktallergie
  2. Lymphozytentransformationstest (Metall)

Testquellen

F&A

Fragen zur iFuse Genesung

Was kann ich nach dem iFuse Eingriff erwarten?

Ihr Arzt wird Ihnen höchstwahrscheinlich empfehlen, nach der Operation drei Wochen oder länger Krücken, einen Stock oder eine Gehhilfe zu benutzen. Ihr Chirurg wird mit Ihnen einen Nachsorgetermin vereinbaren, bei dem die Inzisionsstelle begutachtet, Ihr postoperativer Fortschritt beurteilt und Sie beraten werden, wie Sie Ihre täglichen Aktivitäten wieder aufnehmen und an Ihren Arbeitsplatz zurückkehren können, soweit der Heilungsprozess und die Symptome es erlauben.

Was kann ich tun, um den Heilungsprozess nach der iFuse Operation nicht zu gefährden?

Befolgen Sie die postoperativen Anweisungen Ihres Arztes. Anstrengende Aktivitäten müssen Sie in den ersten sechs Wochen nach der Operation möglicherweise vermeiden. Halten Sie sich auch an die postoperativen Empfehlungen Ihres Chirurgen bezüglich Gewichtsbelastung und Aktivitäten. Es besteht die Annahme, dass Rauchen den Knochenstoffwechsel und die Knochenfusion beeinträchtigen kann. Daher sollten Sie nicht rauchen. Besprechen Sie Ihre aktuellen Medikamente mit Ihrem Chirurgen; manche Medikamente können sich negativ auf das Knochenwachstum auswirken (z. B. Steroide). Falls Sie an Osteoporose leiden, fragen Sie Ihren Arzt, welche Medikamente sich für Ihre Knochengesundheit am besten eignen.

F&A

Fragen – nach iFuse

Kann ich auch mit dem iFuse Implantat noch weitere Operationen haben, wenn sie erforderlich sind?

Es ist nicht davon auszugehen, dass iFuse Implantate zukünftige Operationen an der Wirbelsäule, Hüfte oder am Becken beeinträchtigen werden. Allerdings können iFuse Implantate auf Wirbelsäulenimplantate treffen, die im Rahmen einer pelvinen Fixation bei spinaler Deformität platziert wurden.

Ist eine MRT-Untersuchung auch mit iFuse Implantaten möglich?

Ein Patient mit diesem Implantat kann sofort nach der Platzierung des Implantats unter den folgenden Bedingungen sicher gescannt werden:

  • Statisches Magnetfeld von nur 1,5 Tesla und 3 Tesla
  • Maximales räumliches magnetisches Gradientenfeld von 720 Gauss/cm
  • Für MRT-Systeme angegebene maximale ganzkörpergemittelte spezifische Absorptionsrate (SAR) von 2 W/kg bei einem Scan von 15 Minuten Dauer (d. h. pro Pulssequenz)
  • Normale Betriebsart des MRT-Systems

Weitere Informationen sind der Gebrauchsanweisung zu entnehmen.

3.000+Behandelnde Chirurgen

70.000+Durchgeführte iFuse Eingriffe

100+Publikationen zu iFuse

Sie suchen nach Antworten?

Da können wir helfen. Wonach suchen Sie?